Habe mir mal das GuggenheimLab in Berlin zur Eröffnung angeschaut. Es war ein sonniger Tag, die Menschen sahen alle unheimlich gut gekleidet aus und man konnte basteln. Das Programm der folgenden Wochen wurde ausgelegt und vorgestellt, welches dann auch jedem bewusst machte, dass hier lieber in kleinen Dimensionen, statt in globalen gedacht wurde. Mach es dir selbst, ist das Kredo. Bastel dir die Welt, wie sie dir gefällt. Ich musste erst einmal ein paar Tage darüber nachdenken, was ich denn davon halten sollte. Viele Workshops zeigen dir, wie man im Kleinen anfangen kann Dinge anzugehen im Stile des Makers Movement. Viele kritische Stimmen sagen dir, dass hier nur Kinderkacke gemacht wird, wie aus einem Stück Papier ein voll funktionierendes Portemonnaie zu basteln und das dies ja keiner bräuchte. Das Lab als die Extended-Version vom Schlauen Buch aus der Mickey Mouse. Ich habe mich an einem Arduino Kurs probiert, wo mir gezeigt wurde, wie ich aus einem kleinen Chipsatz, ein paar elektronischen Bauteilen und meinem Laptop Roboter und mehr bauen kann. Das war toll und trotz aller Kritik zur Daseinsberechtigung finde ich das Lab absolut angebracht. Man sollte sich wieder besinnen die Welt aus den Kinderaugen zu sehen. Das Schlaue Buch für Erwachsene quasi, die nicht mehr wissen, das Großes meist im ganz Kleinen anfängt. Das Lab inspiriert, die Workshops auch irgendwie - auch wenn hier keiner vor hat die Welt gleich global zu verändern. Jeder sollte bei sich anfangen. Dafür ist das Lab da, dafür ist es gut - nur den Freiluft Fitness Kurs hätten sie vielleicht weglassen sollen.
